Wie Platform Services transparent, fair und nachvollziehbar verrechnet werden

Die Einführung einer Cloudplattform geht eigentlich immer einher mit der Frage, wie die Kosten auf die Organisation umgelegt werden.

Also, wie komme ich eigentlich von einem Dienst auf einer Plattform zu einer Verbuchung für Cloud-Services an einen Kostenträger? Das ist eine on-top Aufgabe, die ein Plattformteam, bzw. das verantwortliche IT Management definieren und mit der Organisation aushandeln muss. Insbesondere wenn wir vom Show-Back zum Charge-Back wechseln, brauchen wir eine konkrete Herleitung von Rechungen und Buchungsmaterial.

Also, Platform Engineering braucht eine Rechnung für die Service-Verrechung – inklusive klarer Rechnungsstruktur und standardisiertem Reporting auf Basis eines zentralen DWH.

Rechungs-Aspekte sind pro Kostenträger zum Beispiel: Produkte des Kostenträgers, die Plattformservices konsumieren und für diese

Platform Engineering

Base Platform Fee (fix)

Stabiler Plattformbetrieb (z. B. CI/CD, Security-Baseline, Observability, On-Call). Verteilung über einen stabilen Schlüssel innerhalb der Organisation.

Usage-based Cloud Costs (variabel)

Direkt verursachte Infrastrukturkosten, zugeordnet über Tagging nach Produkt, Service und Environment.

Tool- & Lizenzkosten

Seat- oder volumenbasierte Kosten, zugeordnet zu Produkten oder Teams.

Additional Services (optional)

Zusatzleistungen außerhalb des Standardangebots, explizit ausgewiesen.

Wie kommen wir dahin?

Offensichtlich müssen wir die relevanten Stammdaten und die Rohkostendatensätze sammeln und entsprechend einer definierten Verrechungslogik entlang eines Verrechungsworkflows in Verrechungsdatensätze aufbereiten.

Der Gesamtprozess ist bewusst schlank:

1️⃣ Kostendaten und Stammdaten einsammeln

Stammdaten, Produktdaten ,Cloud Billing, Toolkosten, Personalkosten, Lizenzkosten

2️⃣ Normalisieren & Zuordnen im DWH

Mapping nach Kostenstelle, Produkt, Service, Environment Trennung von direkt zuordenbaren und Shared Costs Sichtbarkeit von „unallocated costs“

3️⃣ Allocation nach definierten Regeln

Fixe Plattformkosten z.B. nach stabilem Schlüssel Shared Services nach klar dokumentierter Logik

4️⃣ Reporting & Review

Kosten pro Produkt / Kostenstelle Fix vs. variabel Trends & Kostentreiber

5️⃣ Buchung vorbereiten

Buchungsstoff generieren

Fazit

Um Platform services korrekt zu verrechnen müssen man sowohl die Logik als auch den Prozess, sowie die toolchain korrekt aufbauen. Eine klare Rechnungsstruktur, saubere Kosten­dimensionen und ein DWH-basierter Workflow ist der Enabler für eine vollständige interne Verrechnung.

Wie verrechnet ihr Platform Costs und entlang welcher Dimensionen?

Kai Herings

Kai Herings

Leitender Berater

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